wie bereits erwähnt, ist das haus bauhjahr 1955. wir hatten es damals nach einer langen suche ausgewählt, weil es ein enormes raumpotential barg, das auf den ersten blick nicht so leicht zu erkennen ist. im gegensatz zu den meisten reihenhäusern in gross borstel hat es selbst im kellerbereich relativ hohe decken, eine gute ausgangsbasis für unsere nutzungserweiterung.


wie bei der besprechung der einzelnen stockwerke deutlich wird, haben wir jede noch so geringe möglichkeit zur erweiterung der nutzfläche ausgenutzt. angefangen mit der optimierung des treppenhauses über den neuen zugang zum keller über eine souterrain-terrasse bis zur nutzungmachung des spitzbodens haben wir dieses konzept konsequent umgesetzt.


bei der qm-berechnung nach wohnflächenverordnung, die für die hamburger mietverträge massgeblich ist, werden diese vielen versteckten nutzungserweiterungen nicht wirklich deutlich. unser architekt hat deshalb zusätzlich noch eine qm-berechnung nach DIN

WohnNutzflaechenberechnungNn.pdf

angefertigt, die wir der besprechung jeden stockwerkes beigefügt haben.


die gemachten angaben bezüglich der qm wohn/nutzfläche hier auf der webseite werden ohne gewähr gemacht und stellen keine zusicherung im sinne einer zu erbringenden leistung dar.


wir müssen diese zusatzbemerkung leider machen, weil das perverse abmahnverfahren auch bei immobilienverkäufen anscheinend die runde macht.

die realen qm werden vor kaufvertrag gemeinsam von verkäufer und käufer - evtl. unter zuhilfenahme eines experten - ermittelt und somit teil des kaufvertrages.


der eingang des hauses ist nach dem kalten nordost ausgerichtet, weshalb wir die dorthingehenden fenster konsequent verschlossen haben. stattdessen haben wir zusätzlich grosse fensterflächen nach südost eingefügt, durch die alle obenerdigen stockwerke optimal durchlichtet werden. bei der gelegenheit haben wir dann gleich 3fach-verglaste wärmeschutzfenster im gesamten haus verbaut, sowohl wärme- als auch lärmtechnisch das damalige optimum.


ausserdem haben wir alle genehmigungsfähigen balkonmöglichkeiten ausgenutzt, so dass neben der ost-terrasse (morgensonne) und der südwest-terrasse (nachmittagssonne) ein riesiger, 25qm grosser uneinsehbarer OG-balkon und zwei kleine DG-balkone (abendsonne) für die musse-stunden zur verfügung stehen.


den garten haben wir überhaupt noch nicht bearbeitet. wir haben lediglich angefangen, ihn gegen die anderen gärten mit einem hohen zaun abzugrenzen und dabei die niveau-unterschiede der erdkante zum teil durch mauerfundamente gegen erosion zu sichern. ausserdem haben wir im schattenbereich des hauses die nutzungsfläche durch ein dickbohliges gartenhaus mit vordach erweitert.


die energieffizienz des ursprungshauses war entsprechend dem stand der wissenschaft im jahre 1955 katastrophal. nachdem die neuen fenster- und türöffnungen hergestellt waren, haben wir die fassade saniert und das haus durch eine dicke dämmschicht auf den KfW70-standard (EnEV 2009) katapultiert. damit die wärme nicht nach oben entfleucht, haben wir viele wochen lang die komplexe dachsparrenkonstruktion in aufwendiger handarbeit genaustens mit einer dampfsperre versehen, wodurch zwar die feuchtigkeit aus dem zwischenbereich austreten kann, aber die wärme im haus bleibt.


da die wände zwischen den einzelnen reihenhäusern nach dem krieg nicht besonders schallisoliert erstellt wurden, haben wir uns die mühe gemacht, in jedem stockwerk jeweils drei sowohl voneinander als auch von boden und decke entkoppelte rigipswände zu errichten, wodurch die schall-dämmung stark verbessert wurde.


zusätzlich haben wir sowohl die heizung als auch die warmwasser-versorgung durch solar-thermie auf dem süddach und einen zur zeit im EG stehenden pellet-kaminofen optimiert. ursprünglich wollten wir im ganzen haus fussbodenheizungen verlegen, dadurch wäre aber das raumgefühl durch die verringerung der deckenhöhe reduziert worden. wir haben uns deshalb für eine lehm-wandheizung entschieden, die das raumgefühl nicht beeinträchtigt und die gemütliche strahlungswärme eines kaminofens erzeugt.


im prinzip kann man sagen, dass man sich das haus warmatmet :-)

damit die hermetische verriegelung durch die neuen türen und fenster nicht zu sauerstoffnot und schimmelbildung führt, wird das haus auf jedem stockwerk durch eine vielzahl von InVENTER-lüftern mit wärmerückgewinnung systematisch durchlüftet. schlechte luft geht raus, gute luft kommt rein, wärme bleibt drinnen.


die uralten elektroleitungen wurden komplett ausgetauscht, etliche neue steckdosen verlegt und auch die zentrale schaltung erweitert und erneuert.


alle wasser zu- und ableitungen wurden vollständig erneuert (kein blei mehr vorhanden) und der sielanschluss gegen überflutung elektronisch gesichert (FKA 2000). auch hier könnt ihr alle eure sonderwünsche ver-wirklichen, da wir darauf geachtet haben, die leitungen so zu legen, dass alle grundrissversionen möglich bleiben. zusätzlich haben wir von innen abschaltbare aussenanschlüsse für garten und EG-balkon durch die isolierung geführt.


es sind sehr unterschiedliche nutzungen denkbar:

  1. familiennutzung über alle stockwerke hinweg mit bädern im KG, EG und DG. hier kann wahlweise der mittelpunkt des hauses in dem grossen raum des EG mit gartenanbindung oder dem grossen raum des OG mit balkonanbindung liegen

  2. familiennutzung auch mit älteren kindern, die zimmer (inkl. bad) jeweils im keller und im EG nutzen, während die eltern es sich im oberen bereich des hauses gemütlich machen

  3. kreatives paar, die in den oberen stockwerken wohnen und EG, KG und gartenhaus beruflich nutzen

  4. wohngemeinschaft, die garten und OG (inkl. balkon) gemeinsam nutzen und jeweils abgetrennte appartments in OG(+DG), EG und KG bewohnen

  5. euch fallen bestimmt noch mehr versionen ein :-)

hier startet der rundgang durchs haus...

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